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Kalkschulter

Eine häufige Ursache für Schulterschmerzen ist auch eine Verkalkung im Schultergelenk. Diese Verkalkung kann sich in einer Sehne am Knochenansatz oder aber in einem Schleimbeutel befinden.

Schulterschmerzen

    Anzeichen:

  • Anfängliche Schmerzen nur bei bestimmten Bewegungen, besonders über Kopf
  • Später dann auch zunehmender Ruheschmerz
  • Akute, heftige Schmerzattacken
  • Stark wechselnde Schmerzen mit akuten Verschlimmerungen

Die Kalkschulter entsteht still und unauffällig. Viele Menschen merken erst nach langer Zeit, dass Sie von Kalkablagerungen in der Schulter betroffen sind, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer. In fortgeschrittenem Stadium, bzw. ab einer bestimmten Größe der Kalkdepots, macht sich dann aber die Kalkschulter durch Schmerzen und Bewegungseinschränkung bemerkbar. Erst bei bestimmten Bewegungen, später dann auch konstant, selbst in ruhender Haltung der Schulter. Gelegentlich kommt es auch zu ganz akuten heftigen Schmerzattacken, und zwar interessanterweise dann, wenn sich die Kalkdepots spontan entleeren oder spontan auflösen. Stark wechselnde Schmerzen mit akuten Verschlimmerungen sind typisch für die Kalkschulter.

Ursachen der Kalkschutler können zum einen anlagebedingte, verminderte Durchblutung bestimmter Sehnenanteile sein, die dann Kalk "ansetzen", zum anderen wird aber auch vermutet, dass im Rahmen des Alterungsprozesses an der Sehen fehlgeschlagene Heilungsversuche zu Kalkeinlagerungen führen.

In unserer Praxis setzen wir nunmehr seit 15 Jahren erfolgreich die extracorporale Stosswellentherapie ein. Dabei wird unter Ultraschallkontrolle das Kalkdepot zunächst genau in den Fokus zentriert und während der Behandlung laufend die richtige Position des Therapiekopfes überwacht. Die Behandlung dauert nur knapp 10 Minuten. In der Regel sind je nach Größe des Kalkdepots 2-3 Sitzungen im Abstand von einer Woche notwendig, bei besonders gr´ßen Kalkdepots können in selten Fällen auch manchmal 5 Sitzungen notwendig werden. Die Erfolgsquote ist u.a. von der Konsistenz des Kalkdepots abhängig. Bei nicht so harten Verkalkungen kann auch ein sog. Needling dh. Anspritzen mit Kochsalzlösung versucht werden. Bei therapieresistenten Kalkdepots bleibt in seltenen Fällen nur noch die operative Entfernung. 

Mögliche Therapien

Triggerpunkt-Stosswellentherapie

Muskuläre Schmerzen und Muskelprobleme sowie viele sportmedizinische Probleme rühren häufig von sog. Triggerpunkten her. Grund dafür können Muskelverhärtungen oder Muskelverkürzungen sein. bMit der Triggerpunktdiagnostik und Therapie, auf der Basis der Arbeiten von Travell und Simons, ist es möglich , die Auslöser dieser Störungen - also die Triggerpunkte - zu beseitigen, indem die Triggerpunkte zunächst genau lokalisiert und dann aufgelöst werden.

Extrakorporale Stosswellentherapie (ESWT)

Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) ist eine Therapieform, die die Praxis für Orthopädie Dr. Steeb als einer der ersten in Baden-Württemberg 1995 etabliert hat. Damit können u.a. chronische Muskel- und Sehnenbeschwerden gebessert oder sogar beseitigt, Verkalkungen im Körper gelöst, Orangenhaut ohne Skalpell entfernt (allerdings sind je nach Schweregrad Wiederholungsbehandlungen notwendig) oder nicht heilende Knochenbrüche behandelt werden. In den letzten Jahren kamen viele neue Anwendungsgebiete, auch in anderen Fachgebieten, hinzu!