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Impingementsyndrom

Das Impingement-Syndrom ist die häufigste Ursache für Schmerzen in der Schulter. Ausgelöst werden die Beschwerden dadurch, dass Weichteile wie z.b. Sehen, Muskeln oder Schleimbeutel am Schulterdach eingeklemmt werden oder dort anstoßen und damit gereizt werden.

Schulterschmerzen

    Anzeichen:

  • Bereits in jungen Jahren, kurze und intensive Stiche in der Schulter
  • Nächtlicher Schmerz in der Schulter
  • Im fortgeschrittenen Stadium: Bewegungsabhängiger Schmerz

"Impingement" kommt aus dem Englischen und bedeutet "Aufprall, Zusammenstoß, Anstoss". Das Impingement-Syndrom ist die häufigste Ursache für Schmerzen in der Schulter. Ausgelöst werden die Beschwerden dadurch, dass Weichteile bei Anheben des Armes nach vorne oder zur Seite meist zwischen 80 und 120 Grad bewegungsbedingt am Schulterdach eingeklemmt werden oder dort anstoßen. Das führt zu einer Reizung, bzw. zum Verschleiß der Weichteile, was zu Entzündungen und somit Schmerzen führt.

Etwa 10% der Bevölkerung leiden unter dem Schulter-Impingement. Am häufigsten betroffen sind Sportler oder Berufsgruppen, die mit ihren Armen häufige Überkopfbewegungen ausführen. Das Impingementsyndrom bekommt man nicht aus heiterem Himmel, etwa durch eine Überlastung oder Verletzung. Es entsteht im Laufe des Lebens praktisch bei fast jedem Menschen. Es handelt sich dabei um eine fortschreitende, stetig größer werdende Dysbalancen zwischen einzelnen Schultermuskeln. Durch regelmäßige und häufig auftretende Überkopf-Tätigkeiten wird dieser Prozess nur bei manchen beschleunigt.

Das Impingementsyndrom führt zu bewegungs- und positionsabhängigen Schmerzen, die auch nachts auftreten können. Betroffene Patienten können den Arm oft kaum noch seitlich heben, besonders beim seitlichen Anheben des Armes im Winkel von ca. 60 - 120° kommt es zu Schmerzen. Ärzte nennen diese Erscheinung den schmerzhaften Bogen (painful arc).

Die Schulter ist das beweglichste Gelenk unseres Körpers. Im Gegensatz zu anderen Gelenken sitz es aber nicht in einer tiefen Gelenkpfanne, sondern wird zum größten Teil durch Sehnen, Muskeln und Bänder in der korrekten Position gehalten. Mehrere Muskeln bilden die sog. Rotatorenmanschette. Diese sorgt dafür, dass das Gelenk in der Gelenkpfanne bleibt. Dieses komplexe Konstrukt auf minimalem Raum ist sehr anfällig. Es kann zum "Einklemmen" der Weichteile führen und somit auch zum Impingementsyndrom.

Ein Impingementsyndrom erfordert eine individuell angepasste Therapie. Je nach Ursache, Ausmaß und Dauer der Schmerzen, sowie des Berufs des Patienten (manche Berufsgruppen sind auf ein intaktes Schultergelenk angewiesen, wie z.B. Maler), wird in der Regel erst einmal eine konservative Therapie angesetzt, d.h. keine Operation. Über Medikamente und eine gezielte Kräftigungstherapie, wobei besonders der Muskel gekräftigt wird, der den Oberarm nach Unten zeiht und damit den Raum unter dem Schulterdach wieder vergrößert, lassen sich schon nach einigen Wochen oder Monaten eine deutliche Beschwerdebesserung erzielen, um die Funktion des Gelenkes wiederherzustellen.  Darüber hinaus muss die gesamte Rotatorenmanschettenmuskulatur zur Stabilisierung des Schultergelenkes wieder gestärkt werden und präventive Maßnahmen zur Verhinderung einer Verschlimmerung der Beschwerden in Zukunft ergriffen werden.

Mögliche Therapien

Ganzheitliche, funktionelle Schmerztherapie

Diese Schmerztherapie unterscheidet sich grundlegend von der herkömmlichen Behandlungsweise und bessert bzw. beseitigt viele Schmerzen und Reizzustände im Bewegungsapparat oft schon nach wenigen Behandlungen. Meist kann dann auch in der Folge auf die Einnahme von Schmerzmedikamenten ganz oder teilweise verzichtet werden.

Triggerpunkt-Stosswellentherapie

Muskuläre Schmerzen und Muskelprobleme sowie viele sportmedizinische Probleme rühren häufig von sog. Triggerpunkten her. Grund dafür können Muskelverhärtungen oder Muskelverkürzungen sein. bMit der Triggerpunktdiagnostik und Therapie, auf der Basis der Arbeiten von Travell und Simons, ist es möglich , die Auslöser dieser Störungen - also die Triggerpunkte - zu beseitigen, indem die Triggerpunkte zunächst genau lokalisiert und dann aufgelöst werden.

Atlastherapie nach Arlen

Der Atlas ist der oberste Halswirbel und dient als "Bindeglied" zwischen Kopf und Wirbelsäule. Bei einer Fehlstellung kann es zu einer Störung des Informationsflusses zwischen Kopf und Körper kommen, was zahlreiche Beschwerden nach sich ziehen kann. Die Atlastherapie nach Arlen ist ein neuartiges Konzept, das die Steuerung des unwillkürlichen Nervensystems, das Gleichgewichtssystem, sowie die allgemeine Muskelspannung und die Eigenwahrnehmung deutlich verbessert und dadurch zahlreiche Beschwerden lindern kann. Häufige Ursache einer Kopfgelenksstörung sind im Erwachsenenalter Schleudertraumen bei Auffahrunfällen.

Medizinische Kräftigungstherapie (MKT)

Die Medizinische Kräftigungstherapie (MKT) führe ich als Wirbelsäulenspezialist in unserem Rückenkompetenzzentrum in Stuttgart seit 1998 durch. Sie ist ein wirkungsvolles Verfahren zur Behandlung von Nacken- und Rückenbeschwerden, Kreuzschmerzen, Beschwerden in den Armen und Beinen nach Operationen, Schlaganfällen (Apoplex), M. Bechterew, Wirbelsäulenfehlhaltungen wie z.B. der torsionsskoliotischen Fehlhaltung, längeren Gipsruhigstellungen oder Krankenhausaufenthalten.

Spezielle Infusionstherapie

Bei der speziellen Infusionstherapie werden, je nach Beschwerden, schmerzhemmende, entspannende, revitalisierende, stoffwechsel- und durchblutungsfördernde Substanzen direkt in die Blutbahn eingebracht.