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Sensomotorische Einlagen

Sensomotorische Spezialeinlagen sind Schuheinlagen, die kontinuierlich die Proprioceptoren dh. die sensiblen Endorgane an der Fußsohle stimulieren und damit zu Verbesserungen im Bewegungsapparat führen und somit zur Linderung von Schmerzen beitragen. Diese Aktiveinlagen gibt es seit Januar 2014 auch in einer Sportversion für den bewegungsorientierten Patienten, also für Läufer, Jogger und Walker!

Hintergrund

Sensomotroische einlagen

Beschwerden am Bewegungsapparat werden heute oft noch rein symptomatisch behandelt. Auch wenn auf diese Weise manche Symptome kurzfristig gemildert oder beseitigt werden können, führt doch der Verzicht auf eine ursächliche Behandlung langfristig häufig zu schlechten Resultaten.

Teil einer ganzheitlichen Betrachtung

Seit knapp 10 Jahren Jahren gewinnt eine ganzheitliche Betrachtungsweise zunehmend an Bedeutung, die auf der Basis einer neuro-psycho-myo-arthro-skelettalen Untersuchung  nicht nur die ganze Wirbelsäule, sondern auch den kompletten Bewegungsapparat und den Menschen selbst in die Diagnostik einbezieht.

Fußbeschwerden können den ganzen Bewegungsapparat beeinflussen

Dabei spielen besonders die Füße als Basis unserer Körperstatik eine große Rolle. Mit ihren vielen Knochen, Gelenken, Sehnen und Faszien bilden sie über die angrenzenden Muskelgruppen des Beines eine Muskelfunktionskette, die sich durch den ganzen Bewegungsapparat zieht. Außerdem sind sie auf vielfältige Weise mit dem Nervensystem verbunden.

So besteht eine ständige Wechselwirkung zwischen Statik, Balance, Gangbild, Bewegungsmustern und Fußfunktionen.

Es ist daher naheliegend, daß funktionelle Störungen des Fußes unsere Beweglichkeit und Haltung massiv beeinträchtigen können. Schwache Muskelspannungen mit Abflachung des Fußgewölbes und Fehlstellungen der Fußknochen stören die gesamte Funktionseinheit Fuß-Beine-Becken-Wirbelsäule-Kopf.

Daraus können Fehlhaltungen, Verspannungen und muskuäre Dysbalancen sowie myofasziale Reizzustände entstehen.

Proprioceptive oder sensomotorische Einlagen

Um die funktionellen Störungen zu behandeln, verwende ich, unter Einsatz meiner ganzheitlichen Diagnostikverfahren sensomotorische aktivierende Spezialeinlagen.  Dabei handelt es sich um weiche Einlagen, die mit definierten prall-elastischen Kammern versehen sind. Diese Kammern stimulieren kontinuierlich die Proprioceptoren an der Fußsohle.

Gerade bei Kindern und Jugendlichen muß heute die Aktivität der Fußmuskeln gefördert, die Feinmotorik optimiert und die Koordination des Bewegungsapparates verbessert werden.

Doch Vorsicht, nicht alles was als proprioceptiv oder sensomotorisch wirksam heute angeboten wird, erfüllt auch dieses Versprechen!! Ich kann deshalb jedem Patienten nur raten, einen in der Sensomotorik - Diagnostik und -Therapie erfahrenen Experten aufzusuchen und zu konsultieren.  

Eingesetzt werden diese Einlagen bei:

  • Knick-, Senk-, Spreiz-, Sichel-, Platt-, Hohlfuß 
  • Achillessehnenreizung (Achillodynie)
  • Fersensporn, Reizung der Fußsohle
  • Schwielenbildung an der Fußsohle 
  • Fehlstellung des Rückfußes
  • Venenbeschwerden (Besenreiser, Krampfadern, geschwollene Beine)
  • Venöse oder lymphatische Stauung in den Unterschenkeln
  • X-oder O-Beinstellung im Knie, Knie- oder Kniescheibenbeschwerden
  • Beschwerden im Kreuz-Darmbeingelenk (ISG), ISG-Blockierungen
  • Funktionelle Beinlängendifferenz, funktioneller Beckenschiefstand
  • Fehlhaltungen der Wirbelsäule (Skoliosen, Flachrücken, Hohlrücken, Rundrücken)
  • Blockierungen der Wirbelsäulengelenke o. der Gelenke zwischen Wirbelquerfortsätzen und Rippen
  • Beschwerden in den Kiefergelenken (Knacken, Ohrgeräusche, Zähneknirschen, CMD, Arthrose etc.)
  • Statisch bedingte Kopfschmerzen, Schwindel, Gleichgewichtsstörungen etc.
  • Abrollstörung, auffälligem Gangbild (z.B. infantiler Zerebralparese, schiefem Ablaufen der Schuhsohle) 

Konkrete Anwendung bei

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Beckenschiefstand Beckenschiefstand
Die Hüftarthrose und ihre Behandlung Die Hüftarthrose und ihre Behandlung
Halbseitenschmerz oder Halbenseitensymptomatik Halbseitenschmerz oder Halbenseitensymptomatik
Hüftschmerzen (allgemein) Hüftschmerzen (allgemein)
Kiefergelenksbeschwerden oder craniomandibulare Dysfunktion (CMD) Kiefergelenksbeschwerden oder craniomandibulare Dysfunktion (CMD)
Knieschmerz (allgemein) Knieschmerz (allgemein)
Kreuzschmerz/Schmerzen in der Lendenwirbelsäule/Idiopathischer LWS-Schmerz/Unspezifischer Rückenschmerz Kreuzschmerz/Schmerzen in der Lendenwirbelsäule/Idiopathischer LWS-Schmerz/Unspezifischer Rückenschmerz
Nackenschmerzen Nackenschmerzen
Ohrgeräusche (Tinnitus) Ohrgeräusche (Tinnitus)
Skoliotische Fehlhaltung und Skoliose Skoliotische Fehlhaltung und Skoliose

Anfertigung Ihrer individuellen Einlagen

Abgestimmt auf die Ergebnisse einer ausführlichen Diagnose mittels der ganzheitlichen Haltungs- und Bewegungsanalyse, werden die Einlagen speziell an Ihre Füße und vor allem an Ihre medizinischen Bedürfnisse angepasst. Der Unterschied zu herkömmlichen Passiv-Einlagen ist, dass die sensomotorischen Einlagen individuell auf Ihre Fußmuskulatur abgestimmt werden. Das Ziel dieser Einlage ist nicht die Verbesserung der Form, sondern eine Verbesserung der Funktion. Normalisiert sich die Funktion, folgt die Form automatisch! Schon nach wenigen Tagen des Tragens werden Sie sich an die Wirkung der  einzelnen, individuell befüllten Polster gewöhnen.

Verbesserung der Fußfunktion

Diese Spezialeinlagen führen dazu, dass der Fuß sich selbst aktiv aufrichtet und die Muskelspannung entlang der statischen und dynamischen Muskelfunktionskette ausgeglichen werden. Nach einigen Wochen kommt es zu einer funktionellen Verbesserung und damit zu einem Rückgang der Beschwerden.

Nach definierten Abständen werden die Therapieerfolge einerseits durch den Test nach Prof. Omura und andererseits durch die vierdimensionale Wirbelsäulenvermessung oder das EMG (Elektromyogramm) kontrolliert. Falls erforderlich wird die Befüllung der Kammern an den aktuellen Status der Fuß- und Körperfunktion angepasst.

Einige Experten sind von dieser Behandlungsmethode überzeugt, wobei diese jedoch nur eine Mindermeinung darstellen. Ein zweifelsfreier wissenschaftlicher Nachweis steht zur Zeit noch aus.