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Medizinische Kräftigungstherapie (MKT)

Die Medizinische Kräftigungstherapie (MKT) führe ich als Wirbelsäulenspezialist in unserem Rückenkompetenzzentrum in Stuttgart seit 1998 durch. Sie ist ein wirkungsvolles Verfahren zur Behandlung von Nacken- und Rückenbeschwerden, Kreuzschmerzen, Beschwerden in den Armen und Beinen nach Operationen, Schlaganfällen (Apoplex), M. Bechterew, Wirbelsäulenfehlhaltungen wie z.B. der torsionsskoliotischen Fehlhaltung, längeren Gipsruhigstellungen oder Krankenhausaufenthalten.

Behandlung einer der Hauptursache von Rückenbeschwerden

Kraeftigungstherapie mit Th

Seit 25 Jahren Anwendung der Medizinische Kräftigungstherapie 

Die Therapie basiert auf einer gezielten Kräftigung der tiefliegenden segmentstabilisierenden Muskulatur der Wirbelsäule und dem Ausgleich von muskuklären Dysbalancen im gesamten Bewegungsapparat. 1988 gelang es einem Ärzteteam der Universität von Florida, die tiefliegende Wirbelsäulenmuskulatur exakt zu messen. Dabei zeigten Patienten mit Kreuzschmerzen - egal welche Krankheitsursache zu Grunde lag - eine auffallend schwache tiefe Muskulatur. Weitere Studien zeigten den Zusammenhang zwischen der tiefliegenden Rückenmuskulatur und dem Beschwerdebild. Auf Grund dieser Erkenntnis wurde die MEDX-Therapie oder Medizinische Kräftigungstherapie entwickelt.

Isometrische Kraftmessung zur Bestimmung der Kraft der tiefen Rückenmuskulatur

Mit einem diagnostischen Testverfahren dh. einer isometrischen Kraftmessung werden Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer der Rückenstreckmuskulatur oder der Extremitätenmuskeln untersucht.  Anhand der Meßergebnisse erstellen wir dann ein Therapieprogramm über 12-18 Sitzungen unter Anleitung speziell ausgebildeter Therapeuten.

Zahlreiche Anwendungsgebiete

  • Bandscheibenvorfälle oder -vorwölbungen
  • Wirbelgleiten oder Pseudowirbelgleiten (Spondylolisthese oder Pseudospondylolisthese)
  • Spinalkanalstenose oder Foraminastenose (Einengung des Rückenmarkskanals oder der Öffnungen, durch die Nervenwurzeln vom Rückenmark seitlich in den Körper austreten)
  • Z.n. Bandscheibenoperationen (Nukleotomie, Sequestrotomie, Nukleoplasty etc.)
  • Z.n. Versteifungen (Spondylodese)
  • Skoliotische Fehlhaltungen; Rundrücken, Flachrücken, Hohlkreuz
  • altersbedingte Abnutzung der Bandscheiben oder der Wirbelgelenke
  • Osteoporose (Knochenschwund)
  • Z.n. Unfall
  • Muskelschwäche z.B. durch Schlaganfall, Multiple Sklerose, längerer Krankenhausaufenthalt
  • chronische Beschwerden im Rücken ohne Befund im Kernspin oder CT

Konkrete Anwendung bei

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Beckenschiefstand Beckenschiefstand
Die Hüftarthrose und ihre Behandlung Die Hüftarthrose und ihre Behandlung
Halbseitenschmerz oder Halbenseitensymptomatik Halbseitenschmerz oder Halbenseitensymptomatik
Hüftschmerzen (allgemein) Hüftschmerzen (allgemein)
Kiefergelenksbeschwerden oder craniomandibulare Dysfunktion (CMD) Kiefergelenksbeschwerden oder craniomandibulare Dysfunktion (CMD)
Knieschmerz (allgemein) Knieschmerz (allgemein)
Kreuzschmerz/Schmerzen in der Lendenwirbelsäule/Idiopathischer LWS-Schmerz/Unspezifischer Rückenschmerz Kreuzschmerz/Schmerzen in der Lendenwirbelsäule/Idiopathischer LWS-Schmerz/Unspezifischer Rückenschmerz
Nackenschmerzen Nackenschmerzen
Ohrgeräusche (Tinnitus) Ohrgeräusche (Tinnitus)
Skoliotische Fehlhaltung und Skoliose Skoliotische Fehlhaltung und Skoliose

Beckenfixation entscheidend für die Wirksamkeit beim Kreuzschmerz

Um die tiefe Muskulatur der Lendenwirbelsäule kräftigen zu können, muß das Becken und die Beine exakt fixiert werden. Da dies mit vielen Trainingsverfahren nicht möglich ist, bleibt der Erfolg oft aus. Als erfahrene Wirbelsäulenspezialisten wissen wir, daß erst wenn die stärkeren Becken- und Oberschenkelmuskeln funktionell ausgeschaltet sind, können die tiefen Rückenstreckmuskeln aufgebaut werden.

Der Vorteil der Therapie an MEDX-Maschinen gegenüber normalen Gymnastikübungen oder einfach Seilzuggeräten liegt im dosierbaren Widerstand, der sicheren Bewegungsausführung und dem gelenkschonenden Belastungsverlauf. Die Therapie ist anstrengend und setzt die Mitarbeit des Patienten voraus. Es kommt nur dann zu einem Kraftgewinn, wenn die Übung bis zur Erschöpfung des Muskels ausgeführt wird. Ein Therapieerfolg ist in jedem Alter möglich. So empfiehlt eine Studie der Universität Saarbrücken bei Kindern im Einzelfall ein Krafttraining so früh wie möglich wenn notwendig. Aber auch ein älterer und schwacher Patient kann seine Kraft wieder aufbauen, wie eine Studie an Altersheimbewohnern 1990 in den USA nachweisen konnte. Die Medizinische Kräftigungstherapie wird stets vom Arzt verordnet. Die Verbesserung des Kraftniveaus ist unabhängig von der zu Grunde liegenden Diagnose und der Beschwerdedauer. Zur Erhaltung des erreichten Kraftniveaus empfiehlt sich ein regelmäßiges Krafttraining in einem gut ausgestatteten und geführten Trainingsbetrieb.

Ziel: Kraft- und Muskelaufbau

  • Stärkung der primären und sekundären Nackenstabilisatoren
  • Stärkung der primären und sekundären Rumpfstabilisatoren
  • Stärkung der gelenkstabilisierenden Muskulatur
  • Stärkung der Knochendichte
  • Schmerzreduktion
  • Verbesserung der Beweglichkeit
  • Reduktion des altersbedingten Kraftverlustes
  • Reduktion der Verlustes an Knochenmasse
  • Verbesserung der Stoffwechsellage und Unterstützung der Gewichtsreduktion